Theranostik: Die „See-and-Treat“-Revolution in der Onkologie
Save the Date – IZBrunch am Do. 09 Juli 2026
Theranostik definiert die Krebsmedizin neu. Durch die Kombination zielgerichteter Diagnostik mit präziser Radiotherapie können Tumoren heute mit hoher Genauigkeit erkannt und behandelt werden – und machen die Nuklearmedizin zu einem echten „See-and-Treat“-Ansatz. Was einst Vision war, entwickelt sich schnell zur globalen klinischen Realität. Dieser IZBrunch beleuchtet die bahnbrechenden Therapien, die diesen Wandel vorantreiben – und die Herausforderung, sie weltweit für Patientinnen und Patienten zugänglich zu machen.
Die Referenten

Susanne Simon
Head of Communications & Community – ICPO Foundation
Thema: Skalierung des weltweiten Patientenzugangs zu Theranostik
Die International Centers for Precision Oncology Foundation (ICPO) ist eine gemeinnützige Organisation, die 2019 nach deutschem Recht von führenden internationalen Medizinern und Life-Science-Unternehmern gegründet wurde. Gemeinsam mit weltweiten Partnern verfolgt die ICPO Foundation die Mission, ein internationales Netzwerk zertifizierter ICPO Centers of Excellence aufzubauen, indem sie Wissen und Standards in der Theranostik teilt.
Mit dem Ziel, ein nachhaltiges Wachstum des Patientenzugangs an jedem Zentrum zu gewährleisten, hat die ICPO Foundation die ICPO Academy for Theranostics entwickelt – eine erstklassige Online-Bildungsplattform für medizinisches Fachpersonal im Bereich der Theranostik. Darüber hinaus unterstützt die ICPO Foundation junge Talente durch Forschungsstipendien und pflegt eine starke, kollaborative Gemeinschaft, unter anderem durch die Organisation eigener virtueller und persönlicher Veranstaltungen. Damit treibt sie das Feld der Theranostik voran und verleiht der Stimme der Patienten Gehör.

Prof. Dr. Rudolf A. Werner
Klinikdirektor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin – LMU Klinikum
Thema: Theranostik als eine neue Säule in der Onkologie
Diagnostische Radiotracer können Zielstrukturen auf der Oberfläche von Tumorzellen identifizieren, woraufhin der Einsatz leicht modifizierter therapeutischer Radiopharmazeutika folgt. In den letzten Jahren wurde ein solcher theranostischer Ansatz (als Kombination aus „Therapie“ und „Diagnostik“) in den Behandlungsalgorithmus verschiedener Tumorentitäten aufgenommen, darunter Prostatakrebs oder neuroendokrine Tumoren des Gastrointestinaltrakt.
Nach der Einführung dieses innovativen „See-and-Treat“-Konzepts wird dieser Vortrag einen Überblick über die theranostischen „Blockbuster“ in der klinischen Routine geben und einen Ausblick auf neue, aufstrebende Zielstrukturen (Targets) bieten. Dabei wird hervorgehoben, welches Potenzial die Theranostik besitzt, um die onkologische Landschaft der Zukunft maßgeblich umzugestalten.
Ihr Gastgeber

Christian Gnam
Geschäftsführer, IZB


